Heiliges Meer

Zur Weihnacht läuten die Glocken

Beiderseits der Straße von Ibbenbüren nach Hopsten liegt das Naturschutzgebiet »Heiliges Meer«. Dieses See-, Tümpel-, Heide-, Moor- und Waldgelände ist etwa 400 bis nach 800 nach Christus entstanden.

Bohrungen haben ergeben, daß sich ab einer Tiefe von 80 bis 100 Metern Anhydritbänke, Gips und Steinsalzlager befinden. Durch das Untergrundwasser lösen sich diese Stoffe auf. Die entstandenen Hohlräume brechen ein, die oberen Schichten sacken nach. Die Einsturztrichter füllen sich nach und nach mit Wasser. So erklären Fachleute die Entstehung von Seen in dem Gebiet. Letzter größerer Vorfall war 1913, als der »Erdfallsee« entstanden ist. Er hat eine Tiefe von bis zu elfeinhalb Meter.

Der Name »Heilig« ist offenbar im Mittelalter abgeleitet worden von dem Wort »Hellig«. Das bedeutete »Hölle«, »böse«.

In dem Naturschutzgebiet haben sich einige seltene Pflanzen- und Tierarten erhalten, die in Nordrhein Westfalen einzigartig sind. Zentraler Punkt ist die 1960/61 gebaute Biologische Station. Hier ist auch eine kostenlose Ausstellung der Pflanzen- und Tierwelt, besonders der Vogelvielfalt, zu bestaunen.

Einen Rundgang durch das Naturschutzgebiet beginnt man am besten an der Biologischen Station. Geht man zunächst in nördliche Richtung, dann gelangt man zum »Großen Heiligen Meer«. Mit einer Länge von 520 Metern und einer Breite von 245 Metern ist es der größte natürliche See Westfalens. Er ist etwa 16 bis 18 Meter tief. Am Boden ist allerdings eine rund acht Meter dicke Schlammschicht.

Die Sage erzählt, daß an dieser Stelle früher ein Kloster gestanden haben soll. Als der Boden einbrach und die oberen Schichten nachrückten, stürzte auch das Kloster ein. Noch heute, erzählen die Bauern, soll man zu Weihnachten und Ostern um Mitternacht die Klosterglocken läuten hören.

Informationen Die Fremdenverkehrsämter in Hopsten und Recke halten weitere Informationen für Besucher bereit. Hier gibt es eine kleine Broschüre, die einen Rundgang durch das Naturschutzgebiet enthält. Darin werden die Besonderheiten sowie die Pflanzen- und Tierwelt ausführlich beschrieben

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Quelle: Westfälische Nachrichten www.wn-online.de

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